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Dr. med. Petra Zieriacks
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Elterninformationen zu Kinderunfällen


" Sie alle hatten ihren Schlafplatz im hinteren Teil des Kinos, dicht beieinander, denn nachts, wenn sie die Lichter gelöscht und die letzte Kerze ausgeblasen hatten, füllte sich der große, fensterlose Saal mit solcher Schwärze, dass sie sich alle käferklein und verloren fühlten. Gegen das Gefühl half nur die Wärme der anderen."

Cornelia Funke, Herr der Diebe


Unfälle zu Hause, bei Freizeitaktivitäten, in der Schule und im Verkehr stellen heute eine zentrale Gefährdung der Gesundheit von Kindern dar.

Die Vermeidung von Kinderunfällen ist daher ein Schwerpunktthema der Gesundheitsförderung. Unfälle sind die häufigste Todesursache im Kindesalter, erschreckend hoch erscheint jährlich die Zahl notwendiger Behandlungen und bleibender Behinderungen infolge von Unfällen. Die Tatsache, dass von den 2 Millionen Unfällen nur ca. 52000 Verkehrsunfälle sind, ist wahrscheinlich für die meisten überraschend. Der weitaus größte Teil aller Unfälle ereignet sich zu Hause, bei Freizeitaktivitäten, in der Schule, auf dem Schulweg oder beim Sport.

Bei einem ausreichenden Gefahrenbewußtsein seitens der Erwachsenen und der sich daraus ableitenden Sicherheitsvorkehrungen können Unfallgefahren deutlich verringert werden.

Kindersicherheit beginnt in den Köpfen von Erwachsenen

Grundsätzlich gibt es verschiedene Vorsorgemaßnahmen. Unfallgefahren können verringert werden :

  • durch bauliche , technische Sicherheitsmaßnahmen
  • durch bewusste Auswahl von sicherheitsgeprüften Produkten
  • durch Gespräch, Training, Bewegungsförderung
  • durch bewusste Aufsicht (Kinder nicht überschätzen)

 

Darüber hinaus können Unfälle verhindert werden:

  • durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen
  • durch Weiterbildung der Erwachsenen (Erste Hilfe Kurs, Literatur, Broschüren zu Gesundheitsthemen)
  • indirekt durch Mitsprache bei öffentlichen Entscheidungen (z.B. Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung)

Grundsätzlich keine geeignete Maßnahme stellt das übertriebene Bestreben dar, Kinder von allem fernzuhalten, das irgendeine Gefahr beinhalten könnte. Auf diese Weise nehmen wir den Kindern leicht die Möglichkeit einer gesunden Entwicklung der Wahrnehmungsleistungen und Bewegungsmöglichkeiten. Diese stellen aber gerade eine Bedingung für sicheres Verhalten im Alltag dar.

Als Erwachsener muss man sich darüber klar werden, dass die Wahrnehmung eines Kindes altersabhängig zum Teil erheblich von der Wahrnehmung Erwachsener abweicht: Kinder können zum Beispiel im Straßenverkehr nicht so reagieren wie Erwachsene, weil ihre körperlichen und psychischen Fähigkeiten noch nicht ? oder besser gesagt anders - ausgebildet sind:

  • das Gesichtsfeld in der Peripherie ist bis zu 30 Prozent eingeschränkt
  • Sinnesfunktionen können noch nicht ausreichend koordiniert werden
  • die Steuerung des Hörvermögens beginnt erst ab dem 8. Lebensjahr
  • plastisches Tiefensehen entwickelt sich erst ab dem 4. Lebensjahr
  • mangelnde Aufmerksamkeit
  • verlangsamte Reaktionszeit
  • Kinder können das Zusammenspiel ihrer Bewegungen nur unzureichend koordinieren. Die frühe Förderung motorischer Fähigkeiten stellt immer auch eine Unfallvorbeugung dar. Motorisch geschickte Kinder sind eher in der Lage, in Gefahrensituationen angemessen zu reagieren.

 

Um Wahrnehmungsleistung Ihrer Kinder und die Entwicklung der Motorik beurteilen zu können, ist die Wahrnehmung der Vorsorgeuntersuchungen von großer Wichtigkeit. Zu jeder Untersuchung wird Ihnen u.a. Informationsmaterial zur Vorbeugung von Kinderunfällen mitgegebent. Beispiel einer Checkliste zur Kindersicherheit im Haus (für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren) :

 

  • Alkohol für Kinder unerreichbar aufbewahren
  • Arbeits - und Hobbyräume bei Nichtnutzung verschließen
  • Bücherwände, Regale, Fernseher etc. gegen Umstürzen sichern
  • Etagenbett durch Seitenschutz sichern
  • Fenster mit kippsicheren Sperren versehen
  • Geländer sichern (Treppen, Balkone)
  • maximal 10 cm Abstand zwischen Gitterstäben
  • Haushaltschemikalien im Schrank verschließen
  • Herd durch Schutzgitter sichern
  • Kindersicherungen für alle Steckdosen
  • weicher Teppich im Kinderzimmer/rutschfester Bodenbelag im Haus
  • Medikamente im Arzeneimittelschrank verschlossen aufbewahren
  • Tabakwaren, Streichhölzer und Feuerzeuge kindersicher aufbewahren
  • regelmäßige Kontrollen aller Elektrokabel auf schadhafte Stellen
  • rutschfeste Unterlagen in Dusche und Badewanne legen
  • scharfe Gegenstände wie Nadeln, Schwere und Messer wegräumen
  • Schnüre und Kabel aus dem Bereich von Kindern entfernen
  • Schutz an scharfen Kanten anbringen (z.B. Heizungskörper)
  • Stecker an elektrischen Arbeitsgeräten in Küche , Keller und Werkstatt stets abziehen und wegräumen
  • Stolperfallen wie Kabel, Läufer, etc. wegräumen
  • Treppenstufe mit Rutschleiste versehen
  • Treppenzugang durch Gitter sichern
  • Türen mit bruchsicheren Glasscheiben versehen
Letztes Änderungsdatum: 14.02.2017