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Dr. med. Petra Zieriacks
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Pickel, Krach und viel Gefühl



"Als Maja sich zum Gehen wandte, noch ganz ungläubig, dass ihr solch ein Glück widerfahren sein sollte, hörte sie einen lauten Platscher. Miss Minton lehnte sich über die Rehling und sah zu, wie das Paket, das sie auf dem Schoß gehabt hatte, flussabwärts treib. " Was war das?, " fragte Maja. Miss Minton richtete sich auf. "Wenn Du es unbedingt wissen willst," sagte sie,"das war mein Korsett." "

Eva Ibbotson, Maja oder als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf

 

Was "Pubertät"  ist, dafür gibt es keine umfassende Erklärung. Klar ist, dass vieles anders und neu wird.

Der Körper verändert sich
Konkret macht sich die neue Phase an den körperlichen Veränderungen fest : Der Körper bekommt rundere Formen, die Taille bildet sich aus und die Brüste wölben sich allmählich. Unter den Armen und um die Schamlippen sprießen Haare . Schließlich setzt die Menstruation ein , die monatliche Blutung, die einen ab jetzt begleiten wird. Und, leider, im Gesicht sprießen Pickel.

Das alles passiert meist im Alter zwischen neun und fünfzehn Jahren. So beginnt bei vielen Mädchen, die Brust vom 11. Lebensjahr an zu wachsen . Das kann aber auch früher oder später sein, das ist völlig normal. Zuständig für die Veränderungen sind die so genannten Hormone . Das sind Botenstoffe, die die Vorgänge im Körper steuern.

Jede ist anders
Manche Mädchen versetzen diese körperlichen Veränderungen in Unruhe und Unsicherheit. Viele Fragen sich : ? Bin ich richtig gebaut??, ? Ist mein Busen zu klein??, ?Sind meine Oberschenkel zu dick?? Die Medien, die einem ständig Idealkörper vorführen, verstärken diese Verunsicherung noch. Sie zeigen aber nur das Schönheitsideal, nicht die Realität : Wer sich wirklich mal umschaut in der Schule, auf der Straße oder im Schwimmbad , wird ganz schnell feststellen : Es gibt kein Einheitsmaß für Brüste und auch nicht für andere Körperteile. Kein Busen ist wie der andere , und ganz viele Mädchen und Frauen haben sogar zwei ganz ungleiche Brüste. Jeder Körper ist einzigartig , und die Ausstrahlung eines Menschen ist viel wichtiger als das bloße Aussehen. Selbstbewusstes Auftreten ist eine gute Grundlage für eine attraktive Wirkung.

Achterbahn der Gefühle
"Die Hormone spielen verrückt", sagen manche, wenn sie von den körperlichen Veränderungen in der Pubertät sprechen . Ähnlich dem ? Verrücktspielen? der Hormone können auch die Gefühle für sich selber und für andere in dieser Zeit schwanken. Das Gefühl, die ganze Welt umarmen zu können , alles schaffen zu können , selbstständig zu sein - und dann wieder das Gefühl , ganz klein zu sein, gar nichts zu können , dringend jemanden zu brauchen, der zeigt, dass er einen mag und versteht. Jedes Mädchen hat ein Recht darauf, auch mal nicht gut drauf zu sein.

Zwischen den Stühlen
Manche Mädchen fühlen sich auch hin und her gerissen , etwa zwischen verschiedenen Freunden und Freundinnen, die nichts miteinander zu tun haben wollen , oder zwischen den Eltern, die getrennt leben oder sich zu Hause ständig streiten.

Menschen, die einem ähnlicher sind oder einen besser verstehen, muss man manchmal ein bisschen suchen , z.B. in Mädchengruppen, Jugendclubs , Sportvereinen oder anderen Treffs.

Hört euch in der Schule um , welche Angebote es in eurem Wohnort gibt . Auch Veranstaltungstips in Zeitungen sagen einem, wo etwas los ist.

Ärger zu Hause
Zu Hause haben Mädchen jetzt viel häufiger Zoff als früher. Sie ärgern sich, wenn ihre Eltern ihnen vorschreiben, wann sie zu Hause sein müssen, wie viel Zeit sie für Schularbeiten verwenden sollen oder mit welchen Freunden sie sich treffen dürfen. Mancher fühlen sich von den Eltern nicht mehr verstanden. Eltern müssen nicht alles wissen. Eltern und Kinder müssen auch nicht immer gleicher Meinung sein und dich dauernd gut verstehen. Probiere, für deine Meinung gute Argumente zu finden . Wenn das nichts nutzt, überzeugt sie vielleicht ein Brief oder eine nette Geste. Auch ein vorübergehender Rückzug unter Kopfhörer ist erlaubt - Ruhe und Abstand können manchmal helfen, sich hinterher wieder anzunähern.

Mit Freundinnen reden
Freundinnen können häufig die Probleme besser verstehen als andere, weil sie sich selber ähnliche Gedanken machen oder einem auch schon mal sagen können, was sie nicht so gut finden. Freundinnen mögen vielleicht die gleiche Musik , denselben Film und haben ähnlich verrückte Pläne und Wünsche für die Zukunft. Mit Freundinnen lässt sich gut herumspinnen und das macht Spaß-

Ich würde mich freuen , wenn ihr mich bei Problemen ansprecht und ich euch beraten kann.

 

Letztes Änderungsdatum: 14.02.2017