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Dr. med. Petra Zieriacks
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Die Katze Mia


Ich wohne in Deutschland bei einer supernetten Familie. Wie das dazu kam,

erzähle ich euch jetzt.

Also, es fing damit an, dass ich eines Tages von meiner Mutter geweckt

wurde. Ich hatte drei weitere Geschwister und wir hatten noch die Augen

zu. Ich fühlte mich an dem Tag sehr verlassen, aber meine kleinere

Schwester kam her zu mir und wir schmusten. Doch plötzlich hörten wir

einen Hund bellen, er kam immer näher. Unsere Mutter konnte aber nicht

uns alle tragen, wir waren zu viert, aber sie konnte nur zwei tragen. Sie ließ

mich und noch ein Kätzchen zurück, nämlich meine kleine Schwester. Wir

konnten noch nicht gut laufen, aber wir liefen so schnell wie noch nie. Ich

musste immer kurz anhalten und auf mein Schwesterlein aufpassen. Wir

hörten den Hund wieder hinter uns, doch zum Glück hatte er einen Besitzer

bei sich, besser gesagt eine Besitzerin, die hatte den Hund, der Luna hieß,

herbei gerufen und dann band sie in kurz mal an. Währenddessen hatten wir

uns unter einer Mülltonne versteckt, mir wurde langsam schlecht, die war

nämlich noch nicht geleert. Ich fühlte mich alles andere als wohl.

Die Besitzerin des Hundes kam auf uns zu und lockte uns an: ?Miez, miez,

miez, kommt ihr süßen Kätzchen kommt mal her, ihr müsst keine Angst

haben, ich hab Luna angebunden. Kommt her, miez, miez, miez.?

Langsam trauten wir uns hervor und sie nahm uns auf den Arm. Sie nahm

uns mit zu sich nach Hause. Ihr Hund war ganz neidisch, er wollte auch

getragen werden, aber er war ja schon zu alt dafür, er war fünf Jahre alt.

Naja egal. Sie nahm uns mit zu sich und versteckte uns in einer

ausgepolsterten Kiste unterm Bett. Sie nahm ihr rosarotes Sparschwein, aber

den Schlüssel hatte ihre Mutter. Sie war gerade noch auf der Arbeit und ihr

Bruder duschte, er hatte es auch dringend nötig, er müffelte wie ein Ochse.

?Okay, ich brauche einen Hammer, wo hat denn Papa seinen

Werkzeugkasten hingestellt??, sie suchte und suchte, da war er, schön

säuberlich aufgeräumt. Sie nahm den Hammer heraus und dann holte sie ihr

Sparschwein und ging damit zum Esstisch. Dann nahm sie das Sparschwein,

legte es hin und sagte ?t`schuldige Pigi aber die Kätzchen brauchen was

zum Essen.? Dann kniff sie die Augen zusammen und schlug zu. Zeng - es

klirrte. Pigi war in lauter Teile zerlegt und Lisa, so hieß das Mädchen, sah

endlich mal, wie viel das war, was sie gespart hatte. Sie dachte so bei sich:

Hmm, ich geh jetzt kurz zum Supermarkt rüber und kauf Katzenfutter

vielleicht auch noch was Süßes. Sie ging nochmal zu den Kätzchen und

sagte: ?Ich bin gleich wieder da. Tschüss.?

Sie holte ihre Jacke, da kam ihr Luna entgegen und stellte sich

erwartungsvoll an die Türe, sie dachte nämlich, es würde noch mal eine

Runde in den Park gehen, aber Lisa sagte: ?Nein Luna, heute gehen wir

nicht mehr raus.? Sie nahm die fünf Mark und ging. Als sie vom Einkaufen

zurückkam, saß ihre Mama am Tisch und las die Zeitung. Lisa ging auf

Zehenspitzen zu ihrer Zimmertüre, doch plötzlich: ?Lisa!?

?Ja Mama?, sagte Lisa nun, drehte sich schnell um und hielt die Tüte

hinterm Rücken versteckt. Hoffend, dass ihre Mutter sie nicht sah. Jetzt

nahm Lisas Mama die Zeitung runter: ?Lisa, warum ist dein Sparschwein

geschlachtet?? ?Äääääh, äh, weil, hmmmm, weil ich wollt fünfzig Pfennig,

um Kaugummis zu holen, dann ist mir es halt runter gefallen.?

?Und wo ist der Rest vom Geld??

?Äh ich, iiicchhhhhh weiß nicht.?

?Komm schon, sag doch einfach. Und was versteckst du eigentlich hinter

deinem Rücken??

?Okay, ich gebe es zu, ich war beim Laden um die Ecke und hab mir was

Süßes gekauft.?

?Keine Süßigkeit der Welt kostet soviel, also jetzt den Rest deiner Lüge.?

?Okay ich war vorher mit Luna spazieren, da zog sie auf einmal wie

verrückt. Naja, dann ließ ich aus Versehen los und dann sah ich zwei

winzige Kätzchen und rannte und rief nach Luna und dann kam mir die

Idee, dass ich ein Leckerli nahm und rief: `Luna, Leckerchen´. Sie kam

natürlich gleich und dann band ich sie an einen Laternenpfahl und holte die

Kätzchen und brachte sie in mein Zimmer und den Rest kannst du dir ja

denken.? ?Ja, das kann ich. Okay, zeig sie mir.?

Inzwischen schliefen wir beide so halb. Die Mutter war damit

einverstanden, uns, wenn wir alt genug wären, an eine Katzenhilfe zu

geben, doch nach einiger Zeit, drei Tage bevor wir an die Katzenvermittlung

weggegeben werden sollten, wurde meine kleine Schwester krank. Schwer

krank, nämlich Katzenschnupfen, der endet zu 88 Prozent mit dem Tod der

jeweiligen Katze, und wir waren zweimal schon beim Tierarzt gewesen.

Jetzt war schon die ernst zu nehmende Prognose, da meine Schwester

herzkrank war

Vier Tage nachdem wir bei einer netten Frau namens Christiana waren,

hatte die Frau uns Namen gegeben. Mich nannte sie Pumuckel, weil ihre

Enkelin namens Carrie gerne Pumuckel guckte. Meine Schwester nannte sie

Lara. Ich wurde jetzt auch noch ein bisschen krank. Lara ging es immer

schlechter, ihr Zustand war schon fast am Tiefpunkt, sie hatte immer noch

Katzenschnupfen und ihr rechtes Auge war entzündet.

Christiana suchte schon nach einem Besitzer für mich, denn Lara wollte sie

noch weiter aufpäppeln. Aber tja, das war sehr schwierig für sie. Zu mir

kamen inzwischen drei Familien, um mich anzusehen. Und heute kamen

nochmal welche. Dingdong, es klingelte. Ein zehnjähriges Mädchen und

ihre Mutter kamen herein. Das Mädchen war Carrie, Christianas Enkelin, sie

sah uns an und spielte mit uns so gut es ging eine halbe Stunde lang. Dann

ging sie ins Wohnzimmer und sagte, dass sie uns beide nehmen wollte.

Dann sagte ihre Oma: ?Nein, das geht leider nicht. Pumuckels Schwester

muss hier für immer bleiben, weil sie keinen weiteren Umzug verkraftet.?

Sie kam wieder zu mir und nach einer Weile kam auch ihre Mutter mit dem

Katzenkorb und sie nahmen mich mit zu sich. Carrie geht heute noch immer

wieder an den Wochenenden zu ihrer Oma und spielt mit Lara.

Das war meine Geschichte.

Ach halt, eins gibt es noch: Sie nannten mich Mia.

Carrie Riempp

12 Jahre alt, wohne aus Unterensingen in Deutschland. Ihre Hobbys sind Reiten, Singen,

Tanzen und noch vieles mehr

Letztes Änderungsdatum: 23.01.2015