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Dr. med. Petra Zieriacks
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Ein Erdmännchen bereist die Welt



Wie allgemein bekannt ist, sind die Erdmännchen ein sehr verbreitetes

Volk.

Auf der ganzen Welt kann man die kleinen, flinken Tierchen finden.

Aber so ist Ginga nicht, sie wollte nie in ein anderes Land als Südafrika. An

andere Lebensbedingungen gewöhnen, das war nie so ihr Ding. Außerdem

liebte sie ihre gemütliche Höhle in der Savanne Südafrikas viel zu sehr. Dort

gefiel es ihr, denn sie hatte viel Zeit darauf verwendet, diese Höhle zu

schaffen. Doch es hatte sich gelohnt. Es war eine Vier-Raum Höhle, recht

luxuriös für ein Erdmännchen. Sie hatte einen netten Flur ein großes

Wohnzimmer, ein Bad (dort verbrachte sie regelmäßig Stunden) und dann

noch verschiedene Räume zum Schlafen und Entspannen.

Sie hatte ein Telefon, das hatte kein anderes Erdmännchen Südafrikas, ganz

bestimmt nicht! Jede Woche telefonierte sie mit verschiedenen

Erdmännchen: Francois- Frankreich, Giovanni- Italien, Sakura- Japan, Fred-

Deutschland usw. Sie hatte Freunde auf der ganzen Welt. Jetzt gerade

telefonierte sie mit Sakura: Plötzlich fragte Sakura sie etwas, was sie doch

sehr überraschte ?Willst du mich nicht einmal besuchen, dann könnten wir

mal wieder richtig shoppen gehen und es uns gut gehen lassen, Japan ist so

toll, du wirst sehen!? Ganz perplex willigte Ginga ein, sie wollte gerne

sehen wie ihre Freundin lebte, vielleicht war dieses Japan ja wirklich ganz

schön, dort könnte sie sich richtig entspannen, dachte sie noch...

Zwei Wochen später checkte Ginga genau um die Uhrzeit am Flughafen von

Kapstadt ein. ?Your terminal is C, please go to exit 72, you have to be there

at 14:00h?, sagte das gepflegte Erdmännchen hinter dem Tresen. Ginga war

nicht aufgeregt, eher fasziniert von den vielen Erdmännchen, die hier

hektisch herumliefen. Sie ging zu ihrem Terminal und bald durften sie

schon einsteigen. Sie ging die lange Treppe zum Flugzeug hinauf und stieg

ein, sie wurde freundlich begrüßt und ging zu ihrem Platz. Dort nahm sie

ihren Fensterplatz ein, schwups war sie innerhalb von fünf Minuten

eingeschlafen. Sie wachte erst auf, als das Flugzeug im Landeanflug war.

Die war doch sehr froh, als sie sicher angekommen waren. Sie holte ihre

Koffer und trat aus der Schiebetür. Sie sah nur schlitzäugige Erdmännchen,

so etwas hatte sie noch nie gesehen, wirklich komisch sahen die aus, so

ungewohnt. Sie blickte in ein Paar Augen, die nicht schlitzartig geformt

waren: Sakura. Sie lief ihr entgegen und die beiden Freundinnen umarmten

sich lange. Danach gingen sie zu Sakuras´ Auto: ?Wie war dein Flug??

?Och, eigentlich ganz gut, ich hab die ganze Zeit geschlafen, das tat

wirklich gut.? Die beiden Freundinnen fuhren los in Richtung Tokio City,

wo Sakura wohnte. Sie hatte eine schöne, geräumige Wohnung. Wohnung!?

Warum hatte sie denn keine Höhle wie jedes normale Erdmännchen!?

?Äh, warum wohnst du denn nicht in einer Höhle?? ?Hier ist das anders,

man wohnt in Wohnungen, das ist ganz normal!?

Das kam Ginga wirklich Spanisch vor und sie konnte noch nicht einmal

Spanisch! Na ja, es würde bestimmt noch besser werden, dachte sie sich.

Am Abend besuchten sie ein edles Restaurant. Restaurant, das kannte Ginga

noch von zu Hause. Alles sah ganz normal aus - außer der Speisekarte.

Schon nach zwei gelesenen Menüs war ihr schlecht. Sie ging erst mal auf

Toilette. Sie ging in eine Kabine und erschrak. Sie wurde von mindestens

100 Knöpfen und Hebeln umzingelt, gruselig!!! Sofort verließ sie die

Kabine, da war ihr ja gegrillter Hund lieber als so viel Technik. Sie ging

zurück an den Tisch, bestellte etwas halbwegs Essbares.

?Sag mal, wie geht das denn mit den Toiletten, das sah alles etwas

kompliziert aus!?, fragte sie ihre Freundin. ?Ach das ist eigentlich ganz

einfach. Du musst den gelben, dann den roten und den blauen Knopf

drücken, dann den Hebel...?

Klar, ganz einfach, dachte sie sich. Sie war dann doch froh, als sie ihr

Nachtquartier beziehen konnte. Am nächsten Tag gingen sie shoppen.

Die gesamte Einkaufstraße war voll von Erdmännchen. Sie wurden fast

zerdrückt. Alles voll! Sie gingen in ein Geschäft und alle Kleidung wurde

ihnen von einem Computer zusammengestellt. Das, was sie am Shoppen so

liebte, war durch Elektronik ersetzt!!! Furchtbar, wie sie fand! Nach zwei

Wochen, in denen ihr immer wieder solche Dinge missfielen, war sie doch

froh, als sie den Heimflug antreten konnte.

Sie war auch traurig, aber zu Hause zu sein war ihr lieber. Als sie zu Hause

angekommen war, setzte sie sich als erstes in ihren gemütlichen Sessel. Sie

zog ein Buch, aus dem großen Bücherregal heraus und nahm sich einen

Stift.

Es war ihr ?Alle meine Reisen-Buch?. Dort schrieb sie immer nach einer

Reise einen Kommentar rein.

Sie schrieb:

Japan:21.04.2100

Andere Länder, andere Sitten!!!

Dann musste sie sich erstmal vier Wochen entspannen, bevor sie wieder

rehabilitiert war, von der ?Entspannungs-Reise?.

Magdalena Krieger

13 Jahre alt, aus Siegburg in Deutschland

Letztes Änderungsdatum: 23.01.2015