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Dr. med. Petra Zieriacks
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Ein ganz besonderer Urlaub



Ich, Lara Maurer, öffnete das Fenster und kalte Herbstluft strömte in das

Zimmer.

Draußen lag noch der Nebel in der Luft. Doch wenn man ganz

genau hinsah, bemerkte man die Sonnenstrahlen, die nun immer stärker sich

durch den Nebel kämpften und bald die ganze Gegend in einem

goldfarbenen Schein erstrahlen lassen würden.

Es war ein schöner Morgen und gut gelaunt machte ich mich auf den Weg

zum Speisesaal des Hotels, in dem ich zwei Wochen Urlaub machte.

Nach einem kräftigen Frühstück startete ich meine Wanderung. Erst ging

ich an dem Langensteinersee vorbei und dann führte mein Weg mich immer

tiefer in den Wald. Alles hätte so perfekt sein können, wenn nicht plötzlich

ein lautes Grunzen mich zutiefst erschreckt hätte. Auf einmal sprang etwas

leicht Bläuliches aus dem Gebüsch. Ein Wildschwein, war der einzige

Gedanke, der mir noch in den Sinn kam, bevor ich losrannte. Zwar war ich

nicht einmal sicher, ob es überhaupt dies war, doch ich rannte, als würde es

um mein Leben gehen. So sprang ich über abgesägte Baumstämme und

blieb in Gebüschen hängen, doch ich achtete nicht darauf, sondern stürmte

zurück in Richtung Hotel. Nach einiger Zeit erreichte ich endlich, jedoch

vollkommen außer Puste, das Dorf Langenstein. Es lag umgeben von Felder

und Wäldern, wo die Natur noch richtig erhalten war.

Ich betrat das Hotel und wollte schon auf mein Zimmer gehen, als jemand

rief: ?Hallo Frau Maurer, na sind Sie schon zurück von ihrer Wanderung??

Ich drehte mich um und erblickte die Hotelbesitzerin. ?Ja, ich bin schon

zurück, denn im Wald sprang plötzlich ein Wildschwein auf mich zu?, sagte

ich und schilderte ihr so meinen Vorfall.

?Hahaha, Wildschweine gibt es hier doch gar nicht, da haben sie sich ja

schön was eingebildet?, lachte sie. ?Ganz sicher nicht! Auch wenn sich das

komisch anhört. Ich habe mich nicht getäuscht?, zischte ich. Mit diesem

Satz beendete ich das Gespräch und ging auf mein Hotelzimmer. Dieser

Morgen war einfach zu stressig gewesen.

So schaltete ich im Zimmer das Radio an und legte mich in die Badewanne.

Da kam eine Durchsage im Radio: ?Achtung, Achtung bei einem Filmdreh

am Langensteinersee ist ein blau angemaltes Schwein entlaufen.? Ich war

nun ganz Ohr. Die Telefonnummer für Hinweise wurde genannt. Ich hatte

genug gehört. Ich sprang sofort aus der Wanne, denn ich hatte heute etwas

Bläuliches, das grunzte gesehen und gehört. Jetzt war mir alles klar. Sofort

rief ich den Telefonanschluß an und meldete meine Vermutung. Die Frau

am Telefon erzählte, dass bereits ein Suchtrupp gebildet wurde, um das

Schwein namens ?Mr. Pig? zu suchen. Als sie erzählte, dass sie noch

Suchende gebrauchen könnten, erklärte ich mich bereit zu helfen.

Zwei Stunden später lief ich mit dem ganzen Filmteam und anderen Helfern

durch den Wald. Wir riefen nach dem Schwein bis wir heiser waren, doch

fanden es einfach nicht. Nach zwei weiteren Stunden sahen wir ?Mr. Pig?

erschöpft unter einem Baum liegen. ?Mr. Pig, wir sind es, Ihr Filmteam.

Würden Sie bitte mit uns zurück zum Dreh kommen??, fragte der Regisseur.

Ich musste mir das Lachen verkneifen, denn wer redete schon so höflich mit

einem Schwein? Zu meinem großen Erstaunen nickte das Schwein und

rappelte sich auf. Ich hatte das Gefühl, dass ? Mr. Pig? den ganzen Rückweg

über ein Lächeln im Gesicht hatte. Überhaupt glaubte ich, dass dieses

Schwein ziemlich klug war, weil es ohne Leine brav neben dem Filmteam

her trottete.

Am Tag danach wurde ich zum Dreh eingeladen. Es machte mir so viel

Spaß dabei zu sein, dass ich keinen Tag verpasste. ?Mr. Pig? begrüßte mich

morgens mit einem Grunzen und auch mit dem Filmteam freundete ich mich

an. So vergingen die Tage wie im Flug. Mein Urlaub ging zu Ende und der

Abschied fiel mir sehr schwer. Aber ich war mir ganz sicher, dass ich diesen

erlebnisreichen Urlaub, das nette Filmteam, die tolle Gegend und ganz

besonders ?Mr. Pig?, das blaue Schwein, das mich damals erschreckt hatte

nie, niemals vergessen würde. Übrigens ein Jahr später kam ein Film in die

Kinos, der alle begeisterte. Ein Film für Groß und Klein. Ein Film zum

Lachen, aber auch zum Weinen. Der Film lautete: ?Mit Mr. Pig, dem blauen

Schwein, auf Abenteuer.? Ich selbst sah den Film und war begeistert!

Während des ganzen Films erinnerte ich mich an den schönsten und

einzigartigsten Urlaub mit ?Mr. Pig?, dem blauen Schwein!

Catharina Müller

13 Jahre alt, aus Lörrach in Deutschland. Catharina schreibt gerne Brief,

liest viel und spielt Klarinette.

 

Letztes Änderungsdatum: 23.01.2015