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Dr. med. Petra Zieriacks
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Windpocken

Windpocken ( Varicellen ) sind eine welweit verbreitete, hochansteckende Krankheit, verursacht durch das Varicella-Zoster-Virus. Das Virus wird durch direkten Körperkontakt oder mit der Atemluft übertragen.
Zwischen Ansteckung und den ersten Krankheitszeichen vergehen in der Regel 11 bis 15 Tage, manchmal auch 4 Wochen.

Die Erkrankung beginnt mit einem Hautausschlag, der meist von Fieber begleitet ist : Kleine, einzeln stehende rote Flecken wandeln sich rasch in etwa linsengroße Bläschen, die nach einigen Tagen verschorfen und abheilen. Typisch ist, dass verschiedene Stadien des Hautausschlages ( Flecken, Bläschen, Pusteln, Krusten) gleichzeitig nebeneinander bestehen sowie der starke Juckreiz.

Normalerweise verläuft die Erkrankung gutartig und ist nach 1 bis 2 Wochen überstanden. Ansteckend sind die Windpocken bereits 1 bis 2 Tage vor dem Auftreten des Ausschlages . Die Ansteckungsfähigkeit der Windpocken endet , sobald alle Bläschen verkrustet sind. Dies ist in der Regel etwa eine Woche nach Beginn des Hautauschlages der Fall.

Die Windpocken hinterlassen eine lebenslange Immunität.



Da sich die Regelungen geändert haben, wann Geschwisterkinder von an Windpocken erkrankten Kindern wieder zu Gemeinschaftseinrichtungen zugelassen werden können, möchten wir Sie auf folgendes hinweisen.

Seit August 2004 ist die Windpocken-Schutzimpfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder und Jugendlichen empfohlen. Gemäß den aktuellen Empfehlungen der STIKO soll die 1. Dosis der Impfung im Alter von 11 bis 14 Monaten erfolgen. Die 2. Dosis Varizellenimpfstoff sollte im Alter von 15 bis 23 Monaten gegeben werden, wobei auch ein MMR-Varizellen-(MMRV)-Kombinationsimpfstoff angewendet werden kann. Der Mindestabstand zwischen den beiden Varizellen-Impfdosen sollte 4 bis 6 Wochen betragen.

Nach einer Erkrankung ist eine Wiederzulassung zu Gemeinschaftseinrichtungen eine Woche nach Beginn einer unkomplizierten Erkrankung, d.h. mit dem vollständigen Verkrusten aller bläschenförmigen Effloreszenzen, möglich. Ein schriftliches ärztliches Attest ist nicht erforderlich.

Personen, in deren Wohngemeinschaft nach ärztlichem Urteil eine Erkrankung an oder ein Verdacht auf Windpocken aufgetreten ist, dürfen solange in Gemeinschaftseinrichtungen keine Tätigkeiten ausüben, bei denen sie Kontakt zu Betreuten haben, bzw. die Einrichtung als Betreute/r nicht besuchen, bis nach ärztlichem Urteil eine Weiterverbreitung der Krankheit durch sie nicht mehr zu befürchten ist (§ 34 Abs. 3 IfSG).
Das bedeutet, dass ein Kind, das nur einmal oder gar nicht gegen Windpocken geimpft wurde und selbst früher nicht an Windpocken erkrankt ist, 16 Tage nach dem letzten möglichen Kontakt mit dem Infizierten keine Gemeinschaftseinrichtung besuchen darf.

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Varizellen.html#doc2374554bodyText16
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