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Dr. med. Petra Zieriacks
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Tag der Ärzte am 18.01.2006 in Berlin

Liebe Eltern,

 

sicher beobachten Sie mit großer Sorge die Aktionen der Ärzteschaft und fragen sich, warum die sonst so besonnenen Ärztinnen und Ärzte, denen Sie vertrauen und auf deren Hilfe Sie zu Recht im Krankheitsfall hoffen, öffentlich protestieren, ihre Praxen zeitweise schließen und Ihnen als Patienten einige Erschwernisse zumuten.

Bitte glauben Sie mir, das ist uns nicht leicht gefallen, aber wir sind in großer Sorge um den Erhalt einer guten medizinischen Versorgung durch Haus- und Fachärzte in Deutschland.

Die Politik hat sich bisher nicht zu einer wirklich durchgreifenden Reform der Strukturen unseres einst hervorragenden Gesundheitswesens durchringen können.

Gesundheit ist unser höchstes Gut. Dafür benötigen wir vernünftige Rahmenbedingungen für alle, die Leistungen am Patienten in diesem System erbringen.

Die Finanzierung der Krankheitskosten allein durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge bei kostenloser Mitversicherung von Familienangehörigen kann die hohen Kosten des medizinischen Fortschritts und der Überalterung unserer Bevölkerung nicht mehr decken, das System ist chronisch unterfinanziert und muss endlich auf eine sichere Finanzierungsgrundlage gestellt werden.

Dazu müssen wir alle unseren Beitrag leisten, auch durch freiwillige Zusatzversicherungen.

Die Beiträge für Kinder und Jugendliche müssen aus Steuermitteln finanziert werden.

Wir benötigen dringend eine Reform der Strukturen durch eine drastische Verringerung der gesetzlichen Krankenkassen und einen fairen Wettbewerb zwischen allen Kassenarten.

Allen Patienten müssen die Fortschritte der Medizin zur Verfügung stehen.

Gängelungen der Vertragsärzte durch Begrenzung der Patientenzahlen, Einschränkung der Verordnungsfreiheit bei Medikamenten und Heilmitteln (Krankengymnastik, Ergotherapie, Sprachheilbehandlung) durch Regresse, Bürokratismuswahn in den Praxen durch unüberschaubare Chronikerprogramme und unterschiedliche Einschreibprogramme bei jeder Kassenart, hohe zusätzliche Kosten durch Einführung der neuen elektronischen Krankenversichertenkarte, Einschränkungen der Niederlassung, unmenschliche Dienstbelastungen, unkalkulierbare Honorare für erbrachte ärztliche Leistungen usw. müssen beendet werden.

Viele von Ihnen haben bereits bei der letzten Gesundheitsreform der alten Bundesregierung eine Verschlechterung der Versorgung am eigenen Leibe verspürt. Auch Kinder und Jugendliche sind, besonders als chronisch Kranke, erheblich betroffen.

Die Vertragsärzte erbringen die meisten ihrer Leistungen in den letzten drei Wochen eines jeden Quartals ohne Vergütung durch die gesetzlichen Krankenkassen. Dadurch muss Personal abgebaut, es kann kaum mehr investiert werden.

Viele Ärzte wandern bereits ins benachbarte Ausland ab, wo sie bessere Bedingungen vorfinden. Zahlreiche Praxen finden inzwischen keine Nachfolger mehr ? nicht nur in den neuen Bundesländern, sondern in ganz Deutschland.     

Das Maß ist voll ? die Ärztinnen und Ärzte wehren sich und hoffen auf Ihr Verständnis und Ihre Solidarität. Letztendlich sind Sie als Patientinnen und Patienten von diesen inakzeptablen Rahmenbedingungen ebenso betroffen wie wir.

 

Unsere Praxis nimmt deshalb an der zentralen Protestkundgebung in Berlin am Mittwoch, den 18.01.2006 teil. Der Notdienst ist geregelt und wird Ihnen durch den Anrufbeantworter mitgeteilt.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

 

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