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RSV Immunisierung

Liebe Eltern !

 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Neugeborenen und Säuglingen in ihrer ersten RSV-Saison eine einmalige RSV-Prophylaxe. Der Zeitpunkt der RSV-Prophylaxe ist abhängig vom Geburtsmonat.

Säuglinge, die außerhalb der RSV-Saison geboren wurden, sollen die RSV-Prophylaxe möglichst im Herbst vor Beginn ihrer 1. RSV-Saison erhalten. Neugeborene, die während der RSV-Saison (üblicherweise Oktober und März) geboren werden, sollen die RSV-Prophylaxe möglichst rasch nach der Geburt bekommen - idealerweise bei Entlassung aus der Geburtseinrichtung bzw. bei der U2 (3. bis 10. Lebenstag).

Eine versäumte RSV-Prophylaxe soll schnellstmöglich innerhalb der ersten RSV-Saison nachgeholt werden. Das bedeutet, dass sich jetzt alle Eltern von KIndern, die zwischen dem 1.4.26 und dem 30.9.2026 geboren wurden, in der Praxis melden sollten, damit wir die  RSV Prophylaxe nachholen können.  

Warum empfiehlt die STIKO die RSV-Prophylaxe für Neugeborenen und Säuglinge?

Bis zum Ende des 2. Lebensjahres machen fast alle Kinder eine RSV-Infektion durch, sofern sie nicht durch die Gabe einer RSV-Prophylaxe geschützt werden. In den ersten sechs Lebensmonaten sind Kinder dabei besonders gefährdet, schwer an RSV zu erkranken. Etwa 80 % der schweren RSV-Infektionen treten bei zuvor gesunden Säuglingen auf.

In Deutschland sind RSV-Infektionen die häufigste Ursache für Behandlungen im Krankenhaus bei Säuglingen.

Durch die RSV-Prophylaxe sollen Säuglinge und Neugeborene vor RSV-Infektionen geschützt werden und schwere Atemwegserkrankungen, die zu Krankenhaus- und intensivmedizinischen Behandlungen führen können, verhindert werden. Darüber hinaus soll auch stationären und ambulanten Versorgungsengpässen in den Wintermonaten vorgebeugt werden.

Bereits in der ersten Saison nach Einführung der RSV-Prophylaxe für Neugeborene und Säuglinge hat sich die Zahl der RSV-Fälle bei Säuglingen im Vergleich zur Vorsaison mehr als halbiert. Die Auswertung der RSV-Meldedaten der RSV-Saison 2024/2025 durch das Robert Koch-Institut (RKI) zeigt auch, dass die Krankenhausbehandlungen von Säuglingen mit RSV im Vergleich zur Vorsaison um etwa die Hälfte gesunken sind (DOI: 10.3238/arztebl.m2025.0111).

Für Kinder bis zu einem Alter von 24 Monaten mit einem hohen Risiko für schwere RSV-Infektionen ist Nirsevimab auch in der zweiten RSV-Saison zugelassen. Die RSV-Prophylaxe mit Nirsevimab oder Palivizumab wird für Kinder unter zwei Jahren mit entsprechenden Risikofaktoren für schwere RSV-Infektionen erstattet.